Trumps Krypto-Desaster: Fast eine Million Verlierer und ein lachender Gewinner

Man muss Donald Trump eines lassen: Er weiß, wie man Geld macht. Vor allem das Geld anderer Leute. Erinnert ihr euch noch an den großen Hype kurz vor seiner Amtseinführung? Der „Krypto-Präsident“ warf seinen eigenen Memecoin namens $TRUMP auf den Markt. Die Botschaft an seine gläubigen Anhänger war so subtil wie ein Werbespot auf Truth Social: Kauft das hier, und wir werden alle stinkreich!

Tja. Ein Jahr später werfen Analysten (unter anderem vom Krypto-Analysehaus Nansen) einen Blick in die digitalen Geldbörsen. Und die Zahlen tun schon beim Hinsehen weh.

Das 3,8-Milliarden-Dollar-Loch

Fast eine Million Anleger sitzen mittlerweile auf massiven Verlusten. Insgesamt haben die Käufer des $TRUMP-Coins unfassbare 3,8 Milliarden US-Dollar in den Sand gesetzt. Zwei Drittel aller Menschen, die diesen Token jemals angerührt haben, sind heute im Minus. Wer zu spät auf den Hype-Zug aufgesprungen ist, hält jetzt digitale Briefbeschwerer, die im Vergleich zum Allzeithoch um weit über 80 Prozent abgestürzt sind.


Und wer hat gewonnen? Dreimal dürft ihr raten.

Eine kleine Gruppe von professionellen Insidern und frühen Investoren hat rechtzeitig den Absprung geschafft und sich die Taschen vollgestopft, bevor der Kurs implodierte. Ein klassisches Pump-and-Dump-Szenario, wie es im Krypto-Lehrbuch steht.


Trump gewinnt immer – egal, was der Kurs macht

Und Donald selbst? Dem kann der Kursverlauf herzlich egal sein. Während seine Fans Haus und Hof verzockt haben, spülte das System Hunderte Millionen Dollar in Trumps Kassen (offizielle Finanzunterlagen belegen das). Wie das geht? Ganz einfach: Über das Design des Tokens. Bei jedem einzelnen Handel mit dem Coin fließen Transaktionsgebühren direkt an die Betreiber und die Trump Organization.

Man könnte also sagen: Je wilder seine Fans hin- und hergetradet haben, desto lauter klingelte bei Trump die Kasse. Ob der Kurs steigt oder fällt? Völlig nebensächlich. Die Gebühren fließen immer.

„Make America Great Again“ – oder zumindest Trumps Bankkonto.

Die juristische Quittung droht

Mittlerweile brennt die Hütte übrigens an mehreren Fronten. Nicht nur der $TRUMP-Memecoin ist abgeschmiert, auch das zweite offizielle Familienprojekt, die Krypto-Plattform World Liberty Financial (mit dem Token $WLFI), steht massiv unter Druck. Dort fetzen sich die Betreiber intern bereits um gesperrte Konten und Millionenwerte.

Rechtsexperten wie Stephen Gillers von der New York University bringen bereits das Wort ins Spiel, das im Trump-Imperium eigentlich zum Alltag gehört: Sammelklagen. Enttäuschte Anleger, die sich auf die Versprechungen ihres Idols verlassen haben, könnten bald vor Gericht ziehen.

Wer hätte ahnen können, dass ein von Donald Trump beworbener, absolut nutzloser Memecoin am Ende vor allem Donald Trump reich macht? Richtig: Jeder, der in den letzten 40 Jahren mal kurz hingeguckt hat. Aber hey – die nächste digitale Sammelkarte kommt bestimmt.

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