Die Wende im Musik-Streaming? Tidal zahlt kein Geld mehr für KI-Songs
Ein klares Statement für menschliche Kunst

Tidal war schon immer dafür bekannt, sich als Musiker-freundliche Plattform zu positionieren – unter anderem durch eine bessere Audioqualität und fairere Auszahlungsmodelle. Mit dem neuen Schritt bleibt sich der Dienst treu. Das Ziel ist simpel: Das Geld, das durch Abonnements eingenommen wird, soll auch wirklich bei den echten, menschlichen Künstlerinnen und Künstlern landen, die Zeit, Herzblut und Talent in ihre Werke stecken.
Das Team von Tidal fand dazu deutliche Worte: „Die Übernahme der Musikbranche durch KI ist nicht unvermeidlich, wenn wir jetzt noch entschlossene Schritte unternehmen, um sie zu überwachen und zu kontrollieren.“
Nur der erste Schritt: Was bringt die Zukunft?
Aktuell betrifft die Null-Cent-Regel nur Musik, die vollständig aus dem Computer stammt. Das liegt schlichtweg an der Technik, da die Filter und „akustischen Fingerabdrücke“ zur Erkennung erst seit kurzem präzise genug arbeiten.
Tidal hat jedoch bereits angekündigt, nicht locker zu lassen: Sobald die Erkennungstechnologie reif dafür ist, wird die Regelung auf Songs ausgeweitet, die im Wesentlichen von einer KI generiert wurden.
Damit folgt Tidal einem wachsenden Trend in der Industrie. Plattformen wie Deezer markieren KI-Inhalte schon länger und Bandcom hat den Upload Anfang des Jahres sogar komplett verboten hat.